Weltwoche über “The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy”

Dürfte ich auf der berühmten einsamen Insel nur ein Medium beziehen, es wäre die großartige Weltwoche. In der aktuellen Ausgabe befassen sich Pierre Heumann und Alain Zucker mit der vieldiskutierten Publikation Stephen Walts und John Mearsheimers. Lese- bzw. Hörbefehl!

Selbst der bekannte Arabist Joseph Massad, Professor an der Columbia University, glaubt nicht an ein jüdisches Diktat über die US-Aussenpolitik. Immerhin wurde Massad wegen seiner israelkritischen Einstellung schon wiederholt von der proisraelischen Lobby angegriffen, die ihn sogar aus seinem Amt drängen wollte. Trotzdem widerspricht er der These von der Entmündigung des Weissen Hauses. Nach seiner Ansicht sei es nicht eine jüdisch-israelische Verschwörung, welche Aipac zur einflussreichen pressure group mache. Sondern umgekehrt: Die Lobby sei so mächtig, weil ihre Forderungen der Durchsetzung amerikanischer Interessen dienten (eine Meinung übrigens, die in allen Umfragen von einer Mehrheit der Amerikaner geteilt wird). Denn im Prinzip decke sich Amerikas Engagement für Israel mit den langfristigen strategischen Interessen Washingtons.

Daß ich dieselben langfrisitgen strategischen Interessen habe, zeigt das Revers meines Sakkos.

Ein Kommentar

  1. G3ro
    Do, 14. Feb 2008 geschrieben in 10:20 | Permalink

    Wer offenbar auch an die Macht einer Israellobby zu glauben scheint ist der türkische Ministerpräsident Erdogan: “Manche Gemeinschaften sind in der Lage, auch wenn sie nur aus einer Handvoll Menschen bestehen, basierend auf ihrem intensiv betriebenen Lobbyismus, die Politik eines jeden Landes, in dem sie sich befinden, zu beeinflussen.”
    Siehe: http://www.welt.de/meinung/article1660510/Das_sagte_Ministerpraesident_Erdogan_in_Koeln.html

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