An expensive dinner

schreibt der Economist und meint nicht die Folgekosten des ersten Téte á Téte zwischen René Obermann und Maybritt Illner durch die Scheidung, die Frau Obermann I.  nach altem Unterhaltsrecht durchziehen wird. Sondern die steigenden Preise für Nahrungsmittel, die natürlich die entsprechende Direktorin der UN beklagt. Nur die Armen werden davon betroffen, weil die sich ihr Essen nicht mehr leisten können. Klingt Plausibel. Ist es aber nicht.

Die höheren Weltmarktpreise sind ein Segen für die Dritte Welt. Nicht mehr und nicht weniger. Denn dadurch schließt sich die strategische Lücke zwischen den bisher höheren Agrarproduktionskosten in Europa und den USA und den bisher niedrigeren Weltmarktpreisen. Je kleiner die Lücke wird, desto weniger Subventionen muß der Steuerbürger berrappen. Und je profitabler wird die Herstellung von Agrargütern in Afrika und Asien. Die Notwendigkeit für die Abschottung der westlicher Märkte entfällt, weil die guten Sachen aus Afrika ja nicht mehr billiger sind wie die aus Europa. Im Gegenteil. Nur wenn wir beginnen, zu importieren, können wir einen noch radikaleren Preisanstieg der Nahrungsmittel verhindern. Nur so kann sich der gemeine Italiener auch in Zukunft seine Pasta leisten und der ordentliche Deutsche bei ALDI weiterhin sein Grafenberger Pils aus der Plastikflasche für 39 Cent kaufen.

Aber die Produzenten in der dritten Welt profitieren auch vom wachsenden Hunger derselben nach bezahlten Nahrungsmitteln statt nach milden Gaben. Die können ihre Sachen plötzlich verkaufen und das schafft Anreize und Möglichkeiten etwa mit Pflügen, Bewässerungssystemen und Düngemittel den Ertrag zu steigern.

Dazu trägt vermutlich im geringen Maße auch die Branche der “nachwachsenden” Rohstoffen bei. Während wir auf die Verbrennung gebrauchten Pommes - Fett oder die Zerschnitzelung von Holzresten (”pallets”) setzen, forschen im Silicon Valley und an der amerikanischen Westküste längst Bio-Tech-Hot-Shops an wirksamen Alternativen zum Erdöl und werden so die Despoten aus Südamerika und dem Nahen Osten die Finanzierungsquelle für ihre Diktatur und den Terrorismus nehmen. Während wir eine künstliche Öko-Industrie genauso subventionieren wie die ineffizienten und überflüssigen Kohlegruben, setzen die Angelsachsen auf Innovation und Fortschritt. Und werden dafür sorgen, dass die gefeierte Öko-Industrie bleibt, was sie ist. Ein subventionierter Sanierungsfall.

Von den Projekten, die auch der Economist dargestellt hat, wird hier im Zusammenhang mit dem Ölpreis zu berichten sein. Die Biotech-Innovationen werden umso lohnender, je teurer die ihnen zugrunde liegenden Rohstoffe werden. Und die werden von Landwirten hergestellt und nicht von Staatsfirmen aus der Erde gefördert, mit deren Rendite sich eine korrupte Korona die Macht erkauft. Das Einkommen entsteht bei den Menschen, würde Kurt Beck glatt sagen. Mitnehmen liessen die sich von ihm wohl nicht. Aber sie blieben gerne da, wo sie leben. Und hätten dort eine Chance.

Die anderen Verlierer sind die Gutmenschen vom East River und den “NGOs”. Die werden dann nicht mehr gebraucht, wenn diejenigern, die hart auf den Feldern arbeiten, etwas dafür bekommen. Weil s i e  e s  s i c h verdient haben.

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