berichtet das Medienmagazin DWDL (wo von niemand weiß, wofür diese Buchstaben stehen). Das Online-Angebot, das seinen Hauptaugenmerk auf die Verbreitung der Einschaltquoten von TV-Sendungen richtet, berichtet über das NDR-Medienmagazin ZAPP, das der altgediente ehemalige PANORAMA-Redaktionsleiter Kuno Haberbusch leitet. RTL II, so der Aufmacher habe nicht nur einen Skandal bei Big Brother. Die deutschen Medienwächter und Jugendschützer seien hinter der Kölner Boulevard-Depandance her.
Im Videotext fanden sich allerlei unappetitlich-anzügliche Telefon-Sex-Angebote, die allerdings ohne die netten Bewegt-Bilder auskommen müssen, die zur Bewerbung der gleichen aufpreispflichtigen gehaltvollen Unterhaltungen des Nachts eingesetzt werden könnten. Die bayerische Medienanstalt, die übrigens auch aus den Zwangsgebühren finanziert wird, sorgt sich um Sitte und Anstand und hat etwas gegen solche Angebote im Video-Text, die ja auch von Kindern und Jugendlichen während der Kinderstunde beäugt werden könnten.
Dabei hatten die Jugendschützer nicht nur RTL II im Visier. Sondern alle Privatsender, die dererlei Angebot im Videotext unterhalten, wurden unter Fristsetzung aufgefordert, den Schmuddelsex aus den Videotexten zu entfernen. Aber dann wäre das ganze wohl sehr gewöhnlich.
Der NDR ist Partei. Er verteidigt den Anspruch des öffentlich-rechtlichen Gesinnungsfernsehens. Mit den Geldern, die die zahlen müssen, die RTL IIs Frauentausch und nicht ZAPP schauen wollen. Das ist unlauter. Und Journalismus ist es auch nicht.


