Wie kann man die Linke als Kommunisten bezeichnen?

„Ich wähle die Linke. Ich bin so sauer. Über die ganze Art der SPD. Die wissen gar nicht, was sie wollen und wie kann man die Linke als Kommunisten bezeichnen? Das ist doch unmöglich!“, spricht die saudumme uninformierte befragte Hanseatin zu Olaf Harms, DKP Mitglied. Schön, dass Lafontaine und Gysi sich so strickt von den Kommunisten abgrenzen, während auf Landesebene und darunter die Linken ebendiese zu Mandaten verhilft. (Bei Minute 4 etwa; die anfängliche versuchte Kausalkette ist natürlich Schwachsinn)

 

5 Kommentare

  1. Pilchard
    Fr, 15. Feb 2008 geschrieben in 18:19 | Permalink

    Über die Stelle hab ich mich halbtotgelacht. Und der Typ widerspricht ihr nicht, sondern bekräftigt sie auch noch mit seinem Nicken und dem “ja, ja”. Wie schade, dass die Reporter da nicht nachgehakt haben, das hätte so extrem lustig werden können

  2. Sa, 16. Feb 2008 geschrieben in 05:23 | Permalink

    ” (…)Im Gegenzug ruft die DKP zur Wahl der LINKEN auf.”

    Also, wenn man mal bedenkt, dass die DKP wenig mehr Wähler mobilisieren kann, als sie Buchstaben im Namen hat, muss diese Koalition aus mehr als diesem “Deal” bestehen. Zum Beispiel aus einer Grundsympathie eines nicht unbedeutenden Teils der LINKEN für die Ziele der DKP.

  3. Sa, 16. Feb 2008 geschrieben in 09:15 | Permalink

    Die Zahlen im VS-Bericht lassen aber argwöhnen, dass die DKP der SED ein paar Promille verschaffen kann. Solche sicheren Stimmen werden umso wertvoller, je niedriger die Wahlbeteiligung ist und je näher man an der 5%-Hürde rumkrebst.

  4. Sa, 16. Feb 2008 geschrieben in 15:55 | Permalink

    Jedenfalls hat die Szene das Zeug zum Klassiker. Die gute Frau wurde vom Kandidaten ihrer Wahl so richtig schön blogestellt. Würde mich mal interessieren, ob sie nach dieser Erfahrung immer noch die Linke.DKP wählen wird.

  5. Eva
    So, 17. Feb 2008 geschrieben in 19:33 | Permalink

    Zumindest im Marburger Umfeld sind durchaus auch “echte” Mitglieder der Linken für die Verstaatlichung der Produktionsmittel und die Ausrichtung der Produktion am Bedarf, sowie für die Befriedigung “objektiver Bedürfnisse” durch die Regierung, statt der lästigen Abstimmerei. Das erschüttert mich von daher alles nicht so richtig.

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