“Tod den Karikaturisten” und “Boykott europäischer Produkte”, skandierten rund 200 Teilnehmer einer Protestveranstaltung in der Stadt Multan in der östlichen Provinz Punjab
[…]
“Wir verurteilen blasphemischen Umgang mit Mohammed”, verkündeten rund 200 Studenten der Islamischen Universität in der Hauptstadt Islamabad.
[…]
Auch in Karatschii, der größten Stadt des Landes, protestierten aufgebrachte Muslime den zweiten Tag in Folge. Rund 150 Menschen waren hier dem Aufruf einer islamischen Partei gefolgt und verbrannten dänische Flaggen.
Pakistan hat übrigens 168 Millionen Einwohner.
2 Kommentare
Das ist es was ich der dilettantischen Bush-Regierung so vorwerfe:
Die Hauptfeindesländer der westlichen Demokratie (Iran und Pakistan) hat der tolle “War on Terror” überhaupt nicht tangiert. Afghanistan - bei diesem Krieg bin ich auf Seiten der USA - ist trotz allem nur ein Nebenschauplatz, Irak war gar keiner, bis er durch den Krieg 2003 zu einem richtigen Terrorschauplatz wurde.
Pakistan war damals (fast) noch keiner, ist jetzt fast einer.
Iran: Steady state.
Bilden wir die gerundete Summe:
2001: Afghanistan=1.00, Irak=0.00, Pakistan=0.25, Iran=1.00. Summe: 2.25
2008: Afghanisten=0.50, Irak=0.75, Pkistan=0.75, Iran=1.00. Summe: 3.00
Das ist jetzt der Versuch einer pseudomathematischen Darstellung, Disput um die Einzelpositionen ausdrücklich erbeten!
Es wäre natürlich exakter, die Einzelkoeffizienten mit den Einwohnerzahlen der jeweiligen Länder zu multiplizieren (oder mit der Wurzel oder was immer).
Das resultierende Bild wäre aber dann noch trister…
Und Saudi-Arabien gibt es auch noch - Koeffizient völig offen.
LG
Ich hab mir die ewig gleichen, dumpfsinnigen und nichtsnutzigen Aufgebrachten in Peschawar mal angeschaut. Tagsüber tabakkauend auf der Strasse rumlungernd und auf Arbeit wartend, rekrutieren bei Bedarf die örtlichen Mullahs genau diese Dämels um der bestellten Presse zu zeigen, wie kritisch doch der gemeine Bürger die Weltpresse liest.
http://debatte.welt.de/weblogs/1074/pakistan/27217/doppelte+mehrheiten
“Nachts um Eins fahren wir mit ihm noch zurück in Altstadt, um frische Mangoshakes zu bestellen. „Wie lässig“, denke ich, als er kurz darauf auf ein Viertel links der Strasse zeigt. „Wenn ihr einen Fahnen verbrennenden Mob benötigt, den findet ihr hier“, meint er beiläufig. „Diese Leute haben keine Bildung, hören in den Madrassas wie sie ihr Leben zu gestalten haben und haben viel viel Zeit.“
„Ob wir denn auch ohne seine Begleitung Nachts in die Stadt hätten gehen können“, möchte ich wissen. „Bloß nicht“, lautet die Antwort, „seit dem Afghanistankrieg ist das nicht mehr möglich.“ Vielleicht gut, dass ich mein „I Love NY“ Shirt im Schrank gelassen habe.”