Transparent

Das freundliche »Fuck You« des Tages aus der Schweiz geht heute an Transparency International:

Unterdessen wächst auch der politische Druck: Die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International hat Liechtenstein Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen und Konsequenzen gefordert. “Die Steuerhinterziehung muss in Liechtenstein und der Schweiz zu einem Straftatbestand werden”, sagte Vorstandsmitglied Caspar von Hauenschild von Transparency International Deutschland. “Die Liechtensteiner müssen das Bankkundengeheimnis für europäische Bürger aufgeben, wie auch die Schweizer.”

Wieso? Wieso nur für EU-Bürger? Hmmm? Wenn ihr euere Bürger nicht zum Steuerzahlen bringen könnt, dann lasst dies doch bitte nicht das Problem anderer sein, okay?

Danke.

3 Kommentare

  1. Felix
    Di, 19. Feb 2008 geschrieben in 13:23 | Permalink

    Klar, schöner wäre es die Herren wie Zumwinkel gleich nach Liechtenstein auszubürgern und eine kostenaufwändige Visapflicht für Fürstentumsbewohner einzuführen.

  2. Sky
    Di, 19. Feb 2008 geschrieben in 13:30 | Permalink

    Ich hatte mich mal vor einigen Jahren bei einer schweizer Bank über das Procedere informiert, da erklärte mir jemand ab wieviel es sich lohnt (”wegen den schweizer Gebühren, die Schweiz ist teuer”) und wies funktioniert. Also, Steuerhinterziehung ist in der Schweiz und Liechtenstein nur ein Vergehen, damit wird dieses nur schwächlich rechtlich verfolgt und zudem ist über das Bankgeheimnis quasi sichergestellt, dass es zu keiner Amtshilfe für ausländische Staaten kommt (”Anders sieht es natürlich aus, wenn sich bspw. deutsche Beamte selbst mit belastendem Material melden, dann rücken die die Daten raus.”).
    Nur mal zur Erläuterung, viele wissen anscheinend nicht um diese “Besonderheiten”. BTW - das Fürstentum Liechtenstein lebt hauptssächlich (ausschliesslich?) vom Bankgeschäft.
    Was man da machen kann aus EU-Sicht? Ich würde sagen: Nichts. Kriegt man bspw. Liechtenstein oder die Schweiz klein (die werden aber kämpfen ;), dann geht das Geld eben woanders hin.

  3. Di, 19. Feb 2008 geschrieben in 22:14 | Permalink

    Zustimmung in der Sache!

    Aber: Ist das nicht die Fratze des sonst so gepriesenen (hyper?)moralischen Imperialismus, die einen da anstarrt?

    Der deutsche und europäische mainstream-Antiamerikanismus ist nichts weiter als eine kollektive narzisstische Kränkung, weil man selbst gerne mal Großmacht wäre. An europäischen Kleinstaaten sich abreagierend kann man schon mal üben, wie sich die den Amis geneidete Arschlochrolle so anfühlt.

    By the way: Die lustigste Synthese aus Washington D.C.-Imperialismus und Brüssel-Imperialismus leifert ja der Posener mit seinem “Imperium Europa”-Gedöns. Der gehört schon zweimal eingeliefert!

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