wird von Michael Wohlgemuth bei der wirtschaftlichen Freiheit beschrieben. Besser geht es nicht. Allerdings lässt er einen Aspekt ausser Acht. Wer mobil ist und leistungsfähig, freiberuflich oder unternehmerisch tätig, wird sich in Zukunft noch mehr aussuchen als in der Gegenwart, wo er lebt, arbeitet und Steuern zahlt. Dagegen helfen weder Mauern (hatten wir schon) noch Auslandsgeheimdienste und auch kein Polizeistaat.
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4 Kommentare
Gelegentliches, auch langjähriges Wohnen und Arbeiten im Ausland ist ohnehin sehr empfehlenswert. Erst internationale Freundschaften und die Auseinandersetzung mit anderen Systemen als den deutschen machen aus dem Doitschen den gewandten Weltbürger, dem es weder an Phantasie noch Perspektive mangelt (idealerweise ;).
Wer bspw. die flat tax der Slowakei kennengelernt hat oder das Steuersystem der Staaten wird über Zummie, El Steinbrücks Massnahmen und/oder auch über die Ypsilantis und deren Ideen möglicherweise nur lachen können.
Das im verlinkten Artikel zitierte und auf Hobbes zurückgeführte angebliche Dilemma ist natürlich nichts anderes als die genaue Beschreibung der Realität (und der Anti-Kant bez. auf dessen unsäglichen Kat. Imperativ), die dennoch rel. Steuertreue der Bürger, die der Autor auf eine intrinsische Motivation zurückführt [1], muss allerdings _verstärkt_ [2] pos. und neg. konditionalisiert werden.
Was ich mich in diesem Zusammenhang frage ist, warum der Kat. Imerativ Kants immer noch an den Schulen als besipielhaft gelehrt wird, naja, die Realität wirds bald richten.
[1] Ich auch, der Mensch ist von sich aus sozial (allerdings nicht sehr ausgeprägt ;).
[2] Bei höherem “Internationalisierungsgrad” der Bürger ist die Steuertreue auf einmal möglicherweise weniger intrinisch.
Was mir da noch einfällt zu dem angeblichen Dilemma:
Jegliche Kooperationsverhältnisse (sog. Win-Wins) sind von Betrugsmöglichkeiten für eine der bet. Parteien belastet. Wie ist es dennoch möglich, dass es regelmässig zur Kooperation kommt, obwohl die Kooperationsverweigerung zumindest kurzfristig nachhaltige Vorteile verschaffen würde? Warum funktionieren Märkte trotz für den Einzelfall unzureichende rechtliche Absicherung?
Hier gäbe es i.p. Marktwirtschaft und deren Funktionieren einiges zu erläutern von Pädagogen, Politikern und Meinungsträgern jeder Art.
Warum liest man dazu so wenig brauchbares?
(Und wie - Verdammt noch mal! - kriegt man _hier_ einen neuen Absatz hin? ;)
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Natürlich sucht er es sich aus.
Er lebt wo die Infrastruktur für ihm am Besten ist.
Er arbeitet wo es am Meisten Geld gibt.
Er zahlt dort Steuern, wo er am wenigsten Steuern zahlen muß.
Und, Nein, das muß nicht zwangsläufig der selbe Ort sein.
Lichtenstein z.B. bietet recht wenig hochbezahlte Posten innerhalb des Postwesen, und auch die Infrastruktur ist - verglichen mit z.B. Köln - doch eher bescheiden.
Dafür zahlt man dort auf seine Kapitaleinkünfte keine Steuern (wohl aber auf das Kapital selbst)…
…natürlich ist das mit einem kleinen Aufwand verbunden, so muß das Kapital glaubhaft verschwinden und die Leute die das besorgen und sich darum kümmern wollen auch bezahlt werden.
Für mich persönlich währe das aber nichts. Ich lebe gerne hier, mir gefällt nicht alles in diesem Land, aber ich bin bereit mich dafür einzusetzen das sich das ändert.
Ich kann mir auch vorstellen in ein anderes Land zu ziehen, dort zu arbeiten, zu wohnen und mich politisch zu betätigen.
Das ich dann in diesem Land meine Steuern zahlen und nicht den Fiskus austrickse halte ich für selbstverständlich.