Seit Guildo Horn und Stefan Raab hab´ ich was übrig für den Grand Prix D´Eurovision, der in englisch zu sehr nach dem klingt, was aus ihm geworden ist: Dudelei. Schließlich zeigten wir Deutschen auch mit Texas Lightning oder selbst dem Schein-Swing-Sänger Roger Cicero etwas, was in unserem harten Alltagsleben nicht zu finden ist: Humor. Offensichtlich waren aber die letzten beiden Minderheitensiege der Countryband um Ditsche und die Casting-Mama von Pro Sieben und den Big-Band-Sänger Betriebsunfälle. Denn mit Monrose, dem Produkt eben jener “Popstars”-Serie hatte man ein größeres As im Ärmel.
Deshalb überlegte man, wie man als öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit gebührenpflichtigen Anrufen gleichzeitig ein kleines Taschengeld verdienen, dem Zuschauer so etwas wie Demokratie vorgaukeln und gleichzeitig die gewünschten Favoriten, die Monrose-Vorgänger “No Angels” nach Belgrad schicken könnte.
Also mußten die ausgewählten Titel und Interpreten einfach noch durchschnittlicher, noch langweiliger und einfallsloser sein, als die Retortendudelei der properen Girlie-Band.
Von Hysterie wurde da auf spanisch fabuliert und die abgehalfterte Abba-Musical-Darstellerin brachte ein Remake des 1998-iger Beitrags der singenden Hundesalon-Besitzerin Michelle, in dem von irgendjemanden die Rede ist, der auf der anderen Seite des Ozeans arbeitet und lebt. Globalisierung im deutschen Schlager! Dissapear heisst der Siegertitel. Das sollten die Mädels als Aufforderung verstehen. Und die anderen “Interpreten” gleich mit.