Die arabischen Staaten haben sich entschlossen, der Pariser Buchmesse fernzubleiben. Sie schreien laut herum und protestieren dagegen, dass Israel Ehrengast der Veranstaltung ist. Weil das ja nicht zum ersten Mal vorkommt, dass arabische Staaten sich auf Literaturmessen über die Existenz israelischer Bücher infolge der fortgesetzten Existenz Israels beschweren, würde ich wirklich gerne mal wissen, wie eigentlich arabische Vertreter, die zwar einen potentiellen Lesermarkt von 300 Millionen Menschen erreichen, aber pro Jahr kaum mehr Bücher als Griechenland hervorbringen, im Prinzip keine Werke ins Arabische übersetzen, auf weniger als 2000 Neuerscheinungen im Jahr kommen (von denen die meisten sich auf die Lobpreisung Allahs und/oder Mohammeds beschränken), eine Auflage von mehr als 5000 Exemplaren schon als Bestseller feiern können und aus einem Kulturkreis kommen, indem Zensur und Analphabetismus die Entwicklung einer interessanten Literaturszene blockieren, wie solche Penner eigentlich auf die Idee kommen, nicht nur auf Literaturmessen vertreten zu sein, sondern noch dazu lautstark herumzubrüllen, als ob ihnen ihre Verachtung für jede Form von Kunst und Literatur das Recht geben würde, zu entscheiden, wer auf solchen Veranstaltungen willkommen ist und wer nicht.
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3 Kommentare
Word!
Yep!
Top !!!
Nur bitte eeeetwas sparsamer mit den Kraftausdrücken umgehen, Gideon;-)