Jeder Cent war es wert (aktualisiert)

Die FTD schmückt sich heute mit einem wahren Nobelpreisträger. Joseph Stiglitz, Ökonom, hat den Preis auch zugesprochen bekommen, das Komitee arbeitet nach dem Strick-System: Einen links, einen rechts, einen fallen lassen (der fallengelassene muß Stiglitz gewesen sein). Nun hat der Mann hochwissenschaftlich die Kosten des Irak-Krieges bewältigt und mit vulgärkeynesianischem Lafontaineismus vermischt. Waren es in seinem promoteten Buch noch 3 Billionen Dollar, hat sich die Zahl binnen Monatsfrist durch die deutsche Übersetzung offensichtlich verdoppelt.

Auf eine Frage gibt Stiglitz, wie soviele andere Besserwisser, jedoch keine Antwort. Wie sähe die Welt aus, wenn dieser Krieg nicht begonnen worden wäre. Saddam hatte bei seinen Giftgas-Angriffen, Folterungen und willkürlichen (angeblich selbst vollzogenen) Hinrichtungen keine freie Presse zu fürchten und vor allem keine CNN-Kameras an seiner Seite, die das Ganze per Satellit live in die Welt katapultiert hätten, wie die furchtbaren Selbstmordanschläge in Bagdad und Basra.

Die Strategie war richtig, Operation und Taktik leider nicht immer. Das Machtvakuum, das man nach dem Einmarsch entstehen ließ, wird nun langsam wieder gefüllt. Mit viel Aufwand, zu viel Blut und doch endlich erfolgreich. Die Powell-Doktrin zu befolgen, wäre da hilfreich gewesen.

Stiglitz ist das, was ein Wissenschaftler, gar ein Weltökonom, nicht sein darf. Ein kleinkarierter Spießer und Egoist, der seine amerikanischen Vorstadt-Nachbarn im Blick hat und nicht das Schicksal der Menschen in Afghanistan,, im Irak, Iran oder sonstwo aus der Welt. Ein amerikanischer Lafontaine eben, der jeden Vorwand mit scheinbar wissenschaftlicher Expertise nutzt, um dem Neomarxismus das Wort zu geben und selbst Chavez Bad Bank des Südens würdigt. Eigentlich nicht der Rede wert.

Aktuell: Die Sender melden, dass die Irakische Regierung in Basra endlich selbst das Heft in die Hand nimmt, um ihr Gewaltmonopol durchzusetzen und Verbrecher aller Art in die Schranken zu weisen. Denn ein Gewaltmonopol funktioniert nur dann, wenn der Staat bereit ist, die monopolisierte Gewalt auch einzusetzen, wenn es erforderlich ist. Nach innen und außen.

3 Kommentare

  1. Sky
    Di, 25. Mär 2008 geschrieben in 04:18 | Permalink

    Sich zu politischen Fragen zu Wort meldende Wissenschaftler sind entweder links, verrückt und/oder auf den Gehaltslisten verschiedener Lobbygruppen.
    In D haben wir Hickel, die Frau aus Hamburg (die sich nicht mehr im TV zu Wort meldet und deren Namen ich verschweigen möchte) und den unseligen Bofinger (steht wie Hickel auf den Gehaltslisten der Gewerkschaften). Den geneigten und freundlichen Leser möchte ich insbesonders auf Hickel hinweisen, der bspw. bei TV-Themen wie “Wirtschaftsaufschwung durch Steigerung der Kaufkraft” seinen Mann steht.
    Da Hickel eine ehrliche Haut ist und ihm ein wenig unwohl wird hier die Kaufkkräftler verteidigen zu wollen/müssen, lässt er auch schon mal durchblicken, dass er den pol. Wissenschaftler nur (vor)gibt, und zwar, wenn ihm etwas zu peinlich wird.

  2. Constantin
    Di, 25. Mär 2008 geschrieben in 14:40 | Permalink

    Die Steigerung von 3 auf 6 Bio US$ besteht offensichtlich darin, wass Stieglitz auch nochmal die Kosten, die den Verbündeten wie UK, DK etc. entstanden sind, aus den Hut gezaubert hat. Wobei mich das aber, wie im Beitrag treffend betont, nur mäßig interessiert. Es geht um die Kosten, die durch die Intervention im Irak NICHT entstanden sind (aber bei einem Regimeerhalt enstanden wären).

  3. Sky
    Di, 25. Mär 2008 geschrieben in 16:36 | Permalink

    Sind eigentlich die Klimakosten eingerechnet?

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