Letzte Woche wurde das olympische Feuer neu entfacht. Über den Mount Everest soll es die Sportstätten in Peking erreichen und das vollenden, was das dortige Scheinkommunistische Regime als Propaganda-Erfolg geplant hat. Schließlich kriegen Wirtschaftsführer und Wirtschaftsförderer seit Jahren glasige Augen, wenn sie an China denken. Die Delegationen geben sich die Klinken in die Hand und befördern den Kapitalismus, aber nicht die Marktwirtschaft. Wie in Putins Rußland regiert mit rigider Hand eine Klique, die den eigenen Machterhalt mit der persönlichen Vermögensvermehrung verbinden kann.
Schon vor zwanzig Jahren schien das Ganze an seine Grenzen zu geraten. Ausgerechnet auf dem Platz des himmlischen Friedens schlugen die Soldaten in sowjetischer Manier die wahre Revolution nieder und die nächsten 19 Jahre hielt die erzwungenene Friedhofsruhe vor Maos Mausoleum.
Nun sind die Tibeter nicht zimperlich und greifen offensichtlich auch die chinesische Zivilbevölkerung an (was so nicht in Ordnung geht). Aber die allgemeine Repression der Kommunisten vor Ort tut das wohl auch nicht.
Für die Welt wird Olympia zum zweischneidigen Schwert. Für die Machthaber in China verkehrt sich der versuchte Propaganda-Erfolg ins Gegenteil: in eine gemeine Gefahr für das eigene System.
Nicht nur die Tibeter werden das Licht der olympischen Fackel nutzen, um auf die öffentliche Bühne zu treten und ihre seit Jahrzehnten unterdrückten Rechte einzufordern.
Zwar versucht das Regime, dem Internet mit Zensur zu begegnen, schafft es aber offensichtlich nicht einmal den SMS-Verkehr wirksam zu kontrollieren. Was sich daran zeigt, dass nicht mal Werbe-Spams ausgefiltert werden können. Vieles spricht auch dafür, dass z.B. die Stasi den Untergang der DDR deshalb nicht verhindern konnte, weil sie die vielen Informationen gar nicht mehr in “operative Vorgänge” transformieren konnte.
Gewiß wird nicht am 1. September 2008 der freiheitliche Rechtsstaat ausgerufen. Aber der Schutz des privaten Eigentums wird letztlich nicht reichen, um eine wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft zu errichten, in der alle eine faire Chance auf Erfolg und Freiheit haben.
Aber die Olympischen Spiele sind Teil eines dynamischen Prozesses, der eine Entwicklung in diese Richtung befördern wird. Evolution statt Revolution.
Dass ausgerechnet eine so korrupte und von Potentaten beherrschte Organisation wie das IOC diese Entwicklung im griechischen Olympia entzündet hat, ist eine Ironie der Geschichte. Die Lampe brennt. Und so kommen auch die Tibeter zu ihrem Recht. Noch nicht jetzt. Aber bald.



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[...] Nachtrag: EUCKENSERBE von FDOG schreibt allgemein etwas zu Olympia in Peking. [...]