Ibrahim al-Zayat - Führer der Muslimbruderschaft (korrigiert)

Das Weblog SiPol macht auf folgendes aufmerksam: Der Muslimverbands-Funktionär Ibrahim al-Zayat ist (obwohl er diese Aussage gerne gerichtlich unterbinden lässt) ein Führer der Muslimbruderschaft (Ikhwan). Um Allahs Willen, das behaupten nicht wir. Das verlautbart die Website der Muslimbruderschaft, IkhwanWeb. Zayat ist laut Aussage dieser Website einer von 40 Führern der Muslimbruderschaft, die kürzlich von einem ägyptischen Gericht zu teilweise langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und wird namentlich erwähnt:

The military court of the Haikstep military base handed down its final verdict on the military tribunal in which 40 Muslim Brotherhood (MB) leaders have been tried for more than a year.

The court handed down jail terms of seven years for both Khairat Al-Shater, second deputy chairman of the MB, and Hassan Malek, a prominent businessman. While five other defendants who live abroad have been sentenced to ten years in prison. Their names are:

1. Yusuf Nada
2. Fathi Al-Khouli
3. Tawfeek Al-Raey
4. Ibrahim Farouk Al-Zayyat

5. Ali Ghaleb Hemmat

In einem Bild wird er ganz links in der zweiten Reihe von oben gezeigt.

Es stellt sich wieder einmal die Frage, ob solche Leute die Muslime in Deutschland angemessen repräsentieren und von Wolfgang Schäuble mit Einladungen zu bei Islamkonferenzen beehrt akzeptiert werden sollen.

Eine Gründung der Muslimbrüderschaft ist übrigens die genozidal orientierte, antisemitische Terrorbande Hamas, die den Menschen im Gazastreifen und seiner israelischen (und ägyptischen) Nachbarschaft zur Hölle macht.

Korrektur: Eine Einladung gab es nicht, allerdings auch keinen Rauswurf. Danke, secr.

10 Kommentare

  1. Mi, 23. Apr 2008 geschrieben in 20:20 | Permalink

    >Es stellt sich wieder einmal die Frage, ob solche Leute die Muslime in Deutschland
    >angemessen repräsentieren und von Wolfgang Schäuble mit Einladungen zu
    >Islamkonferenzen beehrt werden sollen.

    Wurde er denn eingeladen?

  2. Mi, 23. Apr 2008 geschrieben in 21:07 | Permalink

    Man sollte sich vielleicht auch mal Fragen, ob man einem ägyptischen Gericht traut - mag ja sein, dass der Herr nicht so ganz koscher ist, aber ich würde mich eher nicht auf die Aussagen eines Puppen-Gerichts in einem autoritären Staat verlassen…

  3. Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 07:59 | Permalink

    Zayat wurde nicht von Schäuble eingeladen sondern wurde auf der Islamkonferenz nur geduldet.
    Dazu ein Bericht aus der FAZ: http://www.faz.net/s/RubCF3AeB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1EA28B0BA6D54481ACE6C941FB9A167D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Ich halte es auch nicht für dienlich solchen Leuten durch ihre Teilnahme an der Islamkonferenz zusätzliches Gewicht zu verleihen. Gleichwohl waren das Gerichtsverfahren und die Urteile hier in Ägypten eine Farce. Die Männer wurden wegen Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt, was die Muslimbrüder bei allen Vorbehalten nicht sind. Das ganze war ein politisches Verfahren, mit die momentan einzige ernsthaft für das Regime gefährliche, straff organisierte Oppositionsbewegung in Ägypten ausgeschaltet werden soll.

  4. Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 09:15 | Permalink

    @chefchilla: Dass Ägypten eher gestern als heute demokratisiert gehört, ist die eine Sache. Der Knackpunkt in Sachen Al-Zayat ist ein anderer, nämlich die Frage, ob bei Herrn Schäuble ein Führer einer Organisation willkommen ist, die noch widerlicher ist, als Mubaraks Regierung Bande.

  5. Sky
    Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 13:51 | Permalink

    “Die Männer wurden wegen Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt, was die Muslimbrüder bei allen Vorbehalten nicht sind. Das ganze war ein politisches Verfahren, mit die momentan einzige ernsthaft für das Regime gefährliche, straff organisierte Oppositionsbewegung in Ägypten ausgeschaltet werden soll.”

    Überrascht hat Dich als Kenner des Islams die Verurteilung aber wohl eher nicht.
    Es gibt die Herrschaftsformen “korrupte Demokratie”, Theokratie und Despotismus in islamisch dominierten Ländern. Mit Despotismus a la Hosni Mubarak fährt ein Land der o.g. Kategorie noch vglw. gut.
    Ja, der Islam ist schon faszinierend, gerade seit dem 11.09.2001 beschäftigen sich auch viele Europäer (manche sogar wissenschaftlich) mit diesem Glauben und die Zahl der gefühlten Islamexperten hat sich verzehnfacht; LOL.

  6. Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 13:55 | Permalink

    Es stellt sich wieder einmal die Frage ob hier ein Komma stehen sollte.

  7. Sky
    Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 14:00 | Permalink

    LOL;
    It_Depends();

  8. Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 14:16 | Permalink

    Es zeigt sich wieder einmal, dass die Qualität eines Weblogs von seinen Kommaentatoren abhängt.

  9. Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 22:26 | Permalink

    Sky, find ich klasse wir du aus der gemuetlichen Stube in Deutschland darueber urteilst, welche Regierungsform fuer ein Land wie Aegypten die Richtige ist. Sollte ich meinen aegyptischen Mitmenschen hier gleich mal mitteilen, dass sie “gut bedient” sind.

  10. Sky
    Do, 24. Apr 2008 geschrieben in 23:09 | Permalink

    Ich poste nicht aus Deutschland, Bruder.
    Bin aber recht froh nicht da zu sitzen, wo Du sitzt. Aber Du kannst den Kollegen ruhig mitteilen, dass ein ungehemmter Islam noch wesentlich üblere Auswirkungen hätte als Hosni. Weisst Du ja selbst.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *

*
*