Der aussagekräftige Titel lautet: Das Überlebensprinzip: Warum wir die Schöpfung nicht täuschen können. Da ich das Buch nicht gekauft habe und auch nicht vorhabe, es zu kaufen, erfolgt an dieser Stelle keine Rezension.
Auch soll es nun nicht darum gehen, zu erörtern, ob Hermann Brüning schon die Autobahn gebaut hat nicht erst Adolf Hitler.
Eine von ihr präzise formulierte Kernthese ihres Buches (die sie im Gespräch mit einer bekannten Tageszeitung geäußert hat) soll zur Diskussion gestellt werden. Also Feuer frei!
Eva Hermann:
Wer von Gottes Anwesenheit überzeugt ist, muss auch von seiner lückenlosen Gerechtigkeit ausgehen. Wenn man in der Bibel die zahlreichen Ausführungen über das Jüngste Gericht liest, und die Existenz des Paradieses oder auch der ewigen Verdammnis ernst nimmt, so kann man darauf vertrauen, dass man spätestens nach seinem irdischen Tod für das zur Rechenschaft gezogen wird, was man gelebt hat, im positiven wie im negativen Sinne.
Zur Illustration habe ich Schlüsselstellen zum Jüngsten Gericht, die in direktem Kontext zu ihrer These stehen (d.h. die Sanktionierung für das, “was man gelebt hat”, im Zuge des Jüngsten Gerichts), aus der mir vorliegenden Bibel (Neue Evangelistische Übersetzung) angeführt:
Offenbarung 2; 18-23
Der Sohn Gottes, dessen Augen wie lodernde Flammen brennen und dessen Füße wie leuchtendes Gold glänzen, lässt der Gemeinde Folgendes sagen: Ich kenne dein Tun, dein Lieben, deinen Glauben, dein Dienen und deine Geduld. Ich weiß auch, dass du heute noch mehr tust als früher. Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du unternimmst nichts gegen diese Isebel, die sich als Prophetin ausgibt. Und dabei verführt sie mit ihrer Lehre meine Leute zu sexueller Zügellosigkeit und zum Essen von Götzenopferfleisch. Ich habe ihr Zeit gelassen, ihre Einstellung zu ändern. Doch sie weigert sich, ihre unmoralische Lebensweise aufzugeben. Darum werfe ich sie jetzt aufs Krankenbett. Und alle, die Sex mit ihr hatten, lasse ich in größte Not geraten, es sei denn, sie ändern ihre Einstellung und wenden sich von dem ab, was diese Frau tut. Isebels Kinder werde ich nicht am Leben lassen. Sie müssen sterben.
Offenbarung 9; 1-6
Nachdem der fünfte Engel die Posaune geblasen hatte, sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gestürzt war. Dieser Stern erhielt den Schlüssel zum Schacht in den Abgrund und er öffnete ihn. Da quoll Rauch heraus wie von einem riesigen Schmelzofen und verdunkelte die Luft und die Sonne. Aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor, die wie Skorpione stechen konnten, und schwärmten über die ganze Erde aus. Doch es wurde ihnen verboten, das Gras abzufressen oder an Bäumen und anderen Pflanzen irgendwelchen Schaden anzurichten. Sie durften nur Menschen angreifen und zwar die Menschen, die das Siegel Gottes nicht auf der Stirn trugen.
Töten durften sie diese Menschen zwar nicht, aber sie hatten die Macht, sie fünf Monate lang zu quälen. Die Menschen würden solche Schmerzen erleiden, wie sie der Stich eines Skorpions verursacht. In dieser Zeit werden die Menschen den Tod suchen, aber nicht finden. Sie werden sich danach sehnen zu sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen.
Offenbarung 9; 13-18
Nachdem der sechste Engel die Posaune geblasen hatte, hörte ich eine Stimme, die aus den vier Hörnern des goldenen Altars zu kommen schien, der vor Gott stand. Sie sagte zu dem sechsten Engel mit der Posaune: “Lass die vier Engel frei, die am großen Strom, dem Euphrat, in Ketten liegen!” Da wurden die vier Engel von ihren Fesseln befreit. Auf dieses Jahr, diesen Monat, diesen Tag, ja genau auf diese Stunde hatten sie gewartet, um ein Drittel der Menschen zu töten. Sie verfügten über ein Heer von zweihundert Millionen berittener Soldaten - ich hörte, wie ihre Zahl genannt wurde. Und dann sah ich sie in meiner Vision: Die Reiter trugen feuerrote, violette und schwefelgelbe Brustpanzer. Die Köpfe der Pferde sahen wie Löwenköpfe aus und aus ihren Mäulern schossen Feuer, Rauch und Schwefel. Mit diesen drei Waffen - dem Feuer, dem Rauch und dem Schwefel - töteten sie ein Drittel der Menschheit.
Offenbarung 16; 1-10
Dann hörte ich aus dem Inneren des Tempels eine laute Stimme, die den sieben Engeln zurief: “Geht jetzt und gießt die sieben Schalen mit dem Glutfluss von Gottes Zorn über die Erde!” Der erste Engel trat vor und goss seine Schale über dem Festland aus. Da brach an allen Menschen, die das Malzeichen des Tieres trugen und sein Standbild anbeteten, ein schlimmes bösartiges Geschwür aus.
Der zweite Engel trat vor und goss seine Schale über das Meer. Da wurde das Wasser im Meer zu Blut, das wie das geronnene Blut einer Leiche aussah; und alle Lebewesen dort gingen zugrunde. Der dritte Engel goss seine Schale über die Flüsse und Quellen aus. Da wurde alles Wasser zu Blut, und ich hörte den Engel, dem die Gewässer unterstellt waren, sagen: “Gerecht bist du, heiliger Gott, der da ist und schon immer war! Dein Gericht ist gerecht! Denn Blut hast du denen zu trinken gegeben, die das Blut deiner Heiligen und Propheten vergossen haben. Sie haben es nicht anders verdient!” Dann hörte ich eine Stimme vom Altar her sagen: “Ja, Herr, du allmächtiger Gott! Wahr und gerecht sind die Urteile deines Gerichts.” Der vierte Engel goss seine Schale über der Sonne aus und die Menschen wurden von ihrer Glut versengt. Die Hitze war so schlimm, dass ihnen die Haut am Körper verbrannte. Da lästerten sie Gott, der für diese Plagen verantwortlich war, und verfluchten seinen Namen. Doch ihre Einstellung änderten sie nicht und verweigerten Gott die Ehre, die ihm gebührt. Der fünfte Engel goss seine Schale über dem Thron des Tieres aus. Da wurde sein ganzes Reich in Finsternis gestürzt und die Menschen zerbissen ihre Zungen vor Qual.
Offenbarung 19; 11-18
Dann sah ich den Himmel geöffnet und auf einmal erschien ein weißes Pferd. Der Reiter heißt “der Treue und Wahrhaftige”. Er führt einen gerechten Krieg und richtet gerecht. Seine Augen lodern wie Feuerflammen, auf seinem Kopf trägt er eine Krone, die aus vielen Diademen besteht, und an seiner Stirn steht ein Name, dessen Bedeutung nur er selber kennt. Sein Mantel ist voller Blut. Er heißt “das Wort Gottes”. Die Heere des Himmels folgen ihm. Sie reiten auf weißen Pferden und sind in reines weißes Leinen gekleidet. Aus dem Mund des Reiters kommt ein scharfes Schwert heraus, mit dem er die Völker besiegen wird. Und mit eisernem Zepter wird er über sie herrschen. Er vollstreckt den furchtbaren Zorn des allmächtigen Gottes und wird die Völker wie reife Trauben in der Kelter zertreten. Auf der Seite seines Mantels steht noch ein Name: “König der Könige und Herr der Herren!” Dann sah ich einen Engel in der Sonne stehen, der allen Vögeln, die oben am Himmel flogen, laut zurief: “Kommt her! Sammelt euch zum großen Mahl, das Gott euch gibt. Fresst euch satt am Fleisch von Königen und Generälen, fresst das Fleisch von Mächtigen, von Pferden und ihren Reitern, fresst das Fleisch von Freien und Sklaven, von Großen und Geringen!”
Wie äußert sich nun (nach Eva Hermann) die “lückenlose Gerechtigkeit” Gottes?
Wie ernstzunehmen ist die “ewige Verdammnis”?
Worauf können wir nach unserem irdischen Tod vertrauen bzw. in welcher Form werden wir wofür zur Rechenschaft gezogen?
Ergo: Was will Eva Hermann nun mit der von ihr geäußerten These aussagen?
Ein Kommentar
Das sagt sie doch nur, um Johannes B. “dich Eva, verabschiede ich jetzt” Kerner zu verängstigen.