Da kommt SPON sofort zur Sache: George Bush soll Obamas “Friedenspolitik mit dem Appeasement der Nazi-Ära verglichen” haben und das geht nicht. Schließlich läuft die Unterstützung für den Demokraten nun schon seit Monaten, auch wenn die Redaktion selbstverständlich zu Feige ist, eine wirkliche Empfehlung abzugeben - der Schein der so hochgelobten “Neutralität” will gewahrt bleiben. Aber meinte wirklich Bush Obama?
Das ist möglich, aber es muss nicht sein. Vielleicht war der beanstandete Teil der Rede auch auf einen der zahlreichen anderen Appeaseniks in den Reihen von Obamas Partei gemünzt. Vielleicht auf Nancy Pelosi, die der syrischen Diktatur und dem Terror-Exporteur Assad einen freundlichen Besuch abstattete oder der Präsident sprach von seinem Vorgänger Carter, der sich zuletzt darum bemühte, die Paten der Hamas in einem besseren Licht zu präsentieren. Oder er meinte einen der anderen weltweit zahlreichen Politiker, die meinen, sie müssten die Fehler des Premierministers Neville Chamberlain wiederholen und sich von den neuen Vertretern totalitärer Systeme vorführen lassen.



2 Kommentare
Tja, da kann man schon sagen, da hat sich Obama den Schuh angezogen, weil er ihm paßte.
Und bezeichnend auch, daß Clinton Obama demonstrativ gegen diesen Vorwurf in Schutz nahm - das ist natürlich auch eine klare inhaltliche Distanzierung von der Idee, sie könne selber auch gemeint sein.
Insgesamt ist der demokratische Protest wenig überzeugend. Da geht es wohl eher darum, die interne Zerstrittenheit durch öffentliche Front gegen den gemeinsamen Feind Bush zu überspielen.
Und daß diverse deutsche Medien da sofort mitmachen, ist klar. Die fühlen sich ja auch schon lange als Teil der US-Democrats-Wahlkampfteams.
Zu “Da kommt SPON sofort zur Sache”: Immerhin hat SPON darauf verzichtet, Bushs Großvater der Kollaboration mit den Nazis zu bezichtigen.
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