Horst Köhler hat heute seine dritte Berliner Rede gehalten. Geradezu sympathisch war die Tatsache, dass er ausgerechnet die Schlußbemerkung versemmelt hat. Der Mann bleibt authentisch. Anders als seine Gegenkandidatin sieht er sich nicht als Teil des Establishments sondern als Repräsentant der Bürger.
Der Mann hat innere Unabhängigkeit bewiesen, weil er seine Meinung unerschrocken deutlich gesagt hat und niemanden nach dem Munde geredet hat.
Ich finde auch, dass die Rede ein Beispiel für die Notwendigkeit des Bundespräsidenten ist. Auch wenn ich mir wünschen würde, dass er mehr Befugnisse hätte und direkt gewählt würde. Mit seiner Rede hat die Frage nach der Wahl des Bundespräsidenten den Charakter einer Richtungsentscheidung bekommen.




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